Ashtanga Yoga wurde im Westen bekannt durch den indischen Yogalehrer Sri K. Patthabi Jois (1915 -2006) und seinen Lehrer Sri T. Krishnamacharya, der in den 1930er Jahren begann, diese Methode im südindischen Mysore am Hofe des Maharadscha zu unterrichten. Heute unterrichten Patthabis Tochter Saraswati und sein Enkelsohn Sharath Jois viele westliche und indische Yogaschüler in Mysore und geben weltweit Workshops.

Ashtanga Yoga gehört zu den Systemen des Hatha (d.h. körperbezogenen) Yoga. Im Ashtanga Yoga werden Atem und Bewegung synchronisiert. Es gibt festgelegte Abfolgen von Körperhaltungen (Asanas), die aufeinander aufbauen und die von den Schülern schrittweise erlernt werden.

Die einzelnen Asanas werden durch wiederkehrende dynamische Bewegungsfolgen, sog. Vinyasas, miteinander verbunden. Die dabei erzeugte Hitze regt Verbrennungsprozesse an und wirkt reinigend.Durch regelmäßiges Üben werden nicht nur Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit verbessert, sondern auch Konzentrationsfähigkeit und Gelassenheit gestärkt.

In der traditionellen Unterrichtweise werden die Schüler in der Gruppe individuell unterrichtet, so dass jeder in seinem eigenen Rhythmus und angepasst an seine individuellen Voraussetzungen üben kann. Die Schüler sind so bereits nach einigen Wochen in der Lage, auch unabhängig vom Lehrer zu praktizieren.

Traditionell wird Ashtanga Yoga 6x wöchentlich außer bei Neu- und Vollmond praktiziert.

Vor dem Unterricht sollte mindestens zwei Stunden nichts gegessen werden. Leichte Sportkleidung (keine Schuhe) und ein kleines Handtuch werden benötigt.

Durch die individuelle Unterrichtsweise ist Ashtanga Yoga grundsätzlich für jeden geeignet. Bei körperlichen Erkrankungen sollte jedoch vorher durch einen Arzt abgeklärt werden, ob Yoga geübt werden darf.